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Die Aufgaben einer Bezirksvorsteher:in: Verantwortung und Engagement für den Bezirk

Bezirksvorsteherin am Alsergrund: Saya Ahmad. Foto: Stadt Wien

Die Aufgaben einer Bezirksvorsteher:in: Verantwortung und Engagement für den Bezirk

AmAlsergrund Redaktion von AmAlsergrund Redaktion
März 20, 2025
in Aktuelles
Lesezeit: 3 Minuten zu lesen
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Bezirksvorsteher:innen sind in Wien das Bindeglied zwischen Stadtregierung und Bevölkerung und haben Mitspracherecht bei Themen wie Stadtbildpflege, Umweltschutz und Verkehrsplanung. In unserem 9. Bezirk ist Saya Ahmad die Bezirksvorsteherin. Wir stellen in diesem Artikel ihre Arbeit vor.

In Wien spielen die Bezirksvorsteherinnen und Bezirksvorsteher eine zentrale Rolle in der lokalen Verwaltung. Sie sind das Bindeglied zwischen der Stadtregierung und den Bewohner:innen ihres Bezirks. Doch welche Aufgaben hat eine Bezirksvorsteher:in genau? Wie werden sie gewählt? Anschließend stellen wir euch Saya Ahmad vor. Sie ist die aktuelle Bezirksvorsteherin des 9. Bezirks.

Zentrale Aufgaben der Bezirksvorsteher:innen

Die Bezirksvorsteherin oder der Bezirksvorsteher ist das Gesicht des Bezirks nach außen. Sie repräsentieren den Bezirk bei offiziellen Veranstaltungen, pflegen den Kontakt zu anderen Verwaltungen und setzen sich für die Anliegen der Bewohner:innen ein.

Ein wesentlicher Teil ihrer Arbeit besteht in der Mitwirkung an der Verwaltung des Bezirks. Zwar werden viele Entscheidungen auf Stadtebene getroffen, doch die Bezirksvorsteher:in hat ein Anhörungs- und Mitspracherecht bei Themen, die den Bezirk betreffen.

Dazu gehören insbesondere:

  • Orts- und Stadtbildpflege: Die/der Bezirksvorsteher:in unterstützt Maßnahmen zur Verschönerung des Bezirks und zur Erhaltung historischer oder wichtiger öffentlicher Plätze.
  • Umweltschutz: Initiativen zur Verbesserung der Umweltbedingungen, beispielsweise die Förderung von Grünflächen oder Maßnahmen zur Luftreinhaltung, stehen auf der Agenda.
  • Verkehrsplanung: Die Bezirksvorsteher:innen wirken bei der Planung von Verkehrsmaßnahmen mit – von der Festlegung von Kurzparkzonen bis zur Einrichtung von Radwegen oder Bushaltestellen.
  • Grünanlagen und Erholungsflächen: Die Pflege und Wartung von Parkanlagen sowie Spielplätzen gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben.
  • Nähe zu Bürger:innen: Regelmäßige Sprechstunden und Bürgerversammlungen ermöglichen es den Menschen im Bezirk, ihre Anliegen direkt an die Bezirksvorsteher:in heranzutragen. Diese werden dann an die zuständigen Stellen von der Stadt Wien weitergeleitet oder, wenn möglich, direkt im Bezirk gelöst.

Wie werden Bezirksvorsteher:innen in Wien gewählt?

Die Bezirksvorsteher:innen werden nicht direkt von den Bürger:innen gewählt, anders als das beispielsweise bei den Bürgermeister- oder Nationalratswahlen ist. Stattdessen wählen die Menschen eine Bezirksvertretung. Diese wird alle fünf Jahre im Rahmen der Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen gewählt. Die letzte Wahl fand am 11. Oktober 2020 statt, die nächste ist für den 27. April 2025 angesetzt.

Die Bezirksvertretung, die die meisten Stimmen bekommt, wählt dann aus ihren Reihen eine Bezirksvorsteherin oder einen Bezirksvorsteher. Diese Person übernimmt für die kommende Amtsperiode die Leitung des Bezirks und trägt die Verantwortung für die Umsetzung der Dinge, die sie sich als Ziel gesetzt hat.

Bei der Wahl am 27. April sind rund 1,4 Millionen Wiener:innen wahlberechtigt und entscheiden über die Zusammensetzung des Gemeinderats sowie die Vertretungen in den 23 Wiener Bezirken. Wahlberechtigt sind nicht nur alle österreichischen Staatsbürger:innen, sondern auch EU-Bürger:innen mit Hauptwohnsitz in Wien. Drittstaatsangehörige sind hingegen von der Wahl ausgeschlossen.

Saya Ahmad: Bezirksvorsteherin am Alsergrund

Seit dem 27. Juni 2018 hat Saya Ahmad (SPÖ) die Funktion der Bezirksvorsteherin im 9. Bezirk inne. Sie hat das Amt von ihrer Vorgängerin Martina Malyar übernommen, die nach 15 Jahren zurückgetreten ist. Bei der Bezirksvertretungswahl 2020 im 9. Bezirk konnte die SPÖ mit 31,45 % der Stimmen ihre Position behaupten und Ahmad blieb im Amt.

Ahmad wurde am 31. März 1984 in Kirkuk, Irak, geboren. Sie flüchtete 1991 mit ihrer Familie nach Österreich und wuchs in Kärnten auf. Sie studierte Internationale Entwicklung und Arabistik an der Universität Wien und engagierte sich bereits früh politisch.

Vor ihrer Angelobung als Bezirksvorsteherin war Ahmad von 2013 bis 2018 als Bezirksrätin und Vorsitzende der Kommission für Bildung, Integration und Soziales tätig. Seit 2017 ist sie zudem Vorsitzende der SPÖ-Frauen Alsergrund und Vorstandsmitglied der Wiener SPÖ-Frauen. Mit ihrer Ernennung zur Bezirksvorsteherin wurde sie die erste Person mit Migrationshintergrund, die in Wien ein solches Amt übernahm – ein bedeutender Meilenstein in der Wiener Stadtpolitik.

Besonders wichtig ist ihr der direkte Kontakt mit den Bürger:innen. Sie organisiert regelmäßig Treffen und Sprechstunden im Grätzl, um Anliegen aus erster Hand zu erfahren und gemeinsam mit der Bevölkerung Lösungen zu erarbeiten. Bürgernähe und Dialog stehen im Zentrum ihrer Arbeit. Die jüngsten Erfolge der sozialdemokratischen Bezirksvorsteherin zeigen dies deutlich.

Unsere Bezirksvorsteherin Ahmad über die Arbeit in unserem Bezirk:

„Der Alsergrund bietet Lebensraum für ganz viele Menschen, mit sowohl unterschiedlichen als auch gemeinsamen Interessen. Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam Wege zu finden, wie diese Vielfalt er- und gelebt werden kann. Und zwar nicht nur für heute oder morgen, sondern für die nächsten 100 Jahre.“

Bezirksvorsteherin Saya Ahmad. Foto: SPÖ Alsergrund

Fünf Jahre Saya Ahmad: – Klimaschutz, soziales Beisammensein und nachhaltige Mobilität

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Tags: alsergrundBezirksvorsteherinspöwien
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